Aglaja


Wenn wir einmal gehen müssen-was bleibt?



Gelangweilt sah ich aus dem Fenster.

Sah wie Baum um Baum und Strauß um Strauß an mir vorbei lief, wie ein Film.

Die Landschaft, der Zug, die Menschen, einfach alles war trostlos, genau wie mein Leben.

Was sollte ich denn alleine hier? Ohne sie? Sie war mein Leben und jetzt? Ich fühlte mich so allein gelassen, von ihr!

Schon allein der Gedanke an sie war schrecklich und wie jedes Mal, wenn ich an die dachte, begann ich mit weinen. Die Tränen liefen mir über die Wange und ich schmeckte etwas Salziges an meinen Lippen....

Wie sollte mein Leben nun weiter gehen?

„Entschuldigung?“, riss mich eine weibliche und freundlich klingende Stimme aus meinen Gedanken. Mein Blick wandte sich von dem Zugfenster ab und ich blickte in gräuliche Augen. Die Frau, welche vor mir stand, schien Mitte - Ende dreißig zu sein.

„Kann ich Ihren Fahrschein sehen?“, fragte sie. Am Anfang des Satzes hatte sie gelächelt, doch dieses erstarb als sie mein Gesicht sah.

Langsam kramte ich mein Portmonai aus meiner Tasche, suchte den Fahrschein und gab ihn ihr. Schnell überflog sie ihn, knipste ihn ab und gab ihn mir wieder.

Ich wollte mein Fahrschein nun wieder wegpacken, doch ein Bild von ihr hinderte mich daran dies zu tun. Ich nahm das Bild von ihr aus meinem Portmonai und sah es mir lange an.

Diese Ozeanblauen Augen. Sie waren so tiefgründig. Ihre schönen, langen glatten blonden Haare, welche ihr locker über die Schulter fielen. Mit einem Wort, sie war einfach nur Wunderschön! An ihr hatte man nie was zu meckern gehabt. Sie war die Person, die jedem Rat und Tat spenden konnte.

Aber wie sollte ich es ihm sagen?

Was sollte ich ihm sagen?

Er wäre sicher Enttäuscht von mir, da ich es ihm nie gesagt hatte! Doch jetzt war es zu spät, ich konnte es nicht mehr ändern!

Die letzten zwei Wochen hatte ich ihn nur belogen. Ich wollte und konnte es ihm nie am Telefon erzählen. Das war einfach nicht mein Ding und es war nicht Persönlich! Persönlich war mir lieber, aber auch Unangehnehmer!

„Nächster Halt Magdeburg. Bitte in Fahrtrichtung links Aussteigen.“, Erklang eine mechanische Frauenstimme durch die Lautsprecher und auch sie riss mich aus den Gedanken.

Ein letztes Mal sah ich aus dem Fenster. Langsam fuhren wir in den Magdeburger Bahnhof ein. Ich zog meine Jacke an, sah erneut aus dem Fenster, sammelte meine Sachen zusammen und ging zur Tür. Das Bild von ihr hatte ich nun in meine Jackentasche getan. Es sollte nicht beschädigt werden, denn es war meine letzte Erinnerung an sie!

Mit einem kleinen Ruck blieb der Zug schließlich stehen und ich stieg aus.

Kurz sah ich mich um und bemerkte, dass sie nicht da waren, also ging ich raus. An vielen glücklich wirkenden Personen vorbei.

Auf dem Parkplatz sah ich den Van, denn ich suchte. Also ging ich auf ihn zu.

David sah mich und kam lächelnd aus dem Van. Warum mussten sie alle lächeln? Es war nicht die richtige Zeit, nicht der richtige Ort und ich war Momentan auch nicht in der Stimmung um zu lächeln oder zu lachen! Es kam mir einfach falsch vor, ohne sie!

„Hey, da bist du ja!“, begrüßte er mich und auch sein lächeln erstarb als er mir in die Augen blickte.

„können wir noch zum Internat fahren, bevor wir nach Loitsche fahren?“, fragte ich und ging nicht weiter auf ihn ein.

„ja, okay.“, sagte er und machte die Schiebetür auf. Alle vier saßen da. Georg saß mit Gustav in der ersten Reihe. Die beiden Unterhielten sich über irgendetwas. Bill und Tom saßen hinten. Tom schien zu schlafen, denn er hatte die Augen geschlossen und hatte noch dazu seine Kopfhörer in den Ohren. Und Bill saß hinten am Fenster und schien mit seinem Handy beschäftigt zu sein.

„Hier ist euer Besuch!“, sagte David und ließ mich eintreten.

Bill, Gustav und Georg sahen auf und lächelten mich an, doch auch dieses erstarb!

„was denn mit dir los?“, fragte Bill gleich.

„erzähl ich euch wenn wir bei euch sind!“, sagte ich, vielleicht hatte ich ja eine minimale Chance die „Aufklärung“ rauszuzögern. In dieser Zeit könnte ich mir ja überlegen wie ich es ihnen sage...

Ich trat in den Bus und Begrüßte erst einmal Gustav und Georg mit einem Küsschen links und einem Küsschen rechts.

Danach trat ich zu Tom. Noch immer hatte er seine Augen geschlossen. Langsam beugte ich mich zu ihm, legte eine Hand auf seine Wange und die andere Küsste ich behutsam. Er tat mir so Leid...

Augenblicklich machte er die Augen auf und sah mich an. Ich ging nicht weiter auf ihn ein, sondern widmete mich Bill. Zur Begrüßung bekam er einen Kuss auf den Mund.

„Wo ist Lina?“, fragte Tom verwirrt. Ich blieb stumm. Ich konnte es ihm nicht sagen, auch wenn ich es früher oder später tun musste...

Ich ließ mich nun auf den Sitz zwischen Bill und Tom fallen und sagte kein Wort mehr.

Der Fahrer, ich glaube er hieß Flo, startete den Motor und fuhr los, Richtung Internat.

Während der Fahrt zum Internat musste ich an sie denken und brach erneut in Tränen aus.

Wie viel hatte ich schon wegen ihr geweint? Wie oft hatte ich mir die Schuld daran gegeben, was passiert war? Wie oft wollte ich versuchen ihr nach zu gehen? Alles war zu oft!

Der schwarze Van hielt. Die Fahrt kam mir vor wie eine halbe Stunde, obwohl man mit dem Auto nur zehn Minuten braucht, vom Bahnhof bis zum Internat!

„Ich bin in spätestens fünfzehn Minuten wieder da.“, sagte ich und stieg aus.

Am Haupteingang musste ich wieder an die erste Begegnung mit Bill, Tom, Lina und mir denken.

Damals, vor zwei Jahren, konnten wir uns nicht Leiden. Wir haben uns nur an gezickt, bis die Lehrer uns mal zusammen eingeschlossen haben, über Nacht!

In dieser Nacht hatten wir Zeit gehabt uns auszusprechen und um uns zu Vertragen, ab diesem Tag waren wir vier unzertrennlich! Bis heute, aber nun war Lina nicht mehr da...

Langsam betrat ich das Internat und ging gleich zum Büro des Direktors, meinem Vater.

Er hatte den Zimmerschlüssel von mir und Lina gehabt.

Ich ging bis in die zweite Etage und dann die dritte Tür links. Da stand ich nun vor dem Büro meines Vaters...

Ich klopfte etwas leise an und wartete bis ich ein „Ja?“ oder „Herein?“ vernahm.

„Herein?“, erklang auch schon kurze Zeit später die tiefe Stimme meines Vaters.

Ich betrat sein Büro. Er saß hinter seinem buchefarbenen Schreibtisch und las Zeitung. Hatte er nichts anderes zu tun?

„Ah, Hallo Lena!“, sagte er freudig. Hatte er vergessen was mit Lina war?!

„Ich möchte bitte meinen Schlüssel!“, sagte ich kühl, denn ich werde es nie vergessen...

Er nickte, kramte in seinem Schreibtisch und reichte mir schlussendlich den Schlüssel.

Stumm nahm ich ihm den Schlüssel ab und ging zu meinem ehemaligen Zimmer und schloss dieses dann auf.

„Lena?“, erklang eine vertraute Stimme. Ich drehte mich nach links, aber da war keiner! Ich drehte mich nach rechts, aber auch da war keiner! Leide ich jetzt etwa an Halluzinationen???

Ich ging in mein ehemaliges Zimmer. Es war vollkommen leer. Meine ganzen Sachen waren weg und auch ihre, nur noch ein Karton stand da. Diesen nahm ich jetzt mit.

Bevor ich ging schweifte mein Blick noch ein letztes Mal durchs Zimmer.

Ich sah sie, wie sie in ihrem Bett lag und schlief! Ungläubig schüttelte ich den Kopf und ging schnell aus dem Zimmer. Ich schloss es noch zu und dann verließ ich das Gebäude. Aber anstatt ich zurück zum Van ging, ging ich lieber auf eine Bank. Diese befand sich auf dem Schulhof.

Seufzend ließ ich mich auf der Bank nieder. Den Karton hatte ich auf meinem Schoß. Nun machte ich ihn auf und sah rein.

In diesem Karton befand sich ihr ganzes Schulzug, ein weiteres kleines schwarzes Buch und ein blaues Heftchen.

Neugierig nahm ich das Heftchen und das schwarze Buch heraus. Das schwarze war Verschlossen und das blaue nicht.

Also nahm ich mir erst das blaue Buch zur Hand und schlug es auf.

„Dieses Buch gehört Lina Charlotte Liamara Sellmann“. es war in ihrer Handschrift geschrieben und ich begann wieder mit weinen.

Ich blätterte eine Seite weiter und stieß auf Gedichte!:

Damals warst du nur ein Freund für mich, doch jetzt leg ich die Karten auf den Tisch.

Das zusagen fällt mir schwer, doch ich denke ich liebe dich sehr.

Ich hoffe du siehst das auch so, denn dann, dann wäre ich wirklich froh.



Drei Rosen schenk ich dir.

Die erste ist fürs Wohlergehen.

Die zweite ist fürs Wiedersehen.

Und die dritte, aber leise Spricht. Ich mag dich sehr, vergiss mich nicht!



Als ich dich das letzte Mal sah, da wurde mir einiges klar!

Von da an waren meine Gedanken ständig nur bei dir, doch du bist immer so weit weg von mir.

Ich würde dich gern immer sehen, dann müssten mir nicht immer die Augen tränen.

Ich hoffe du wirst mich niemals vergessen, denn das würde mich wirklich treffen!



An einer Rose habe ich gerochen und an einem Dorn mich gestochen, mit Blut hab ich geschrieben, ich wer dich ewig lieben!



In meinem Herzen tobt ein Beben, du bist für mich der Sinn des Lebens, darum flüstere ich dir diesen Satz - Ich liebe dich mein großer Schatz!



Leg dein Kopf auf dein Kissen, es ist gefällt mit tausend Küssen, denk an mich und kuschele dich ein, ich werd immer bei dir sein!



Wie gerne würde ich jetzt in deinen Armen liegen, mich an dich kuscheln und, mit der Gewissheit dich morgen früh wieder zu sehen, wunderbar Träumen.



Ich würde gern irgendwas machen, doch Wahrscheinlich denkst du an ganz andere Sachen. Gern würde ich mit dir was unternehmen, einfach nur um dich wieder zu sehen. Wenn ich dich nicht mehr sehen kann, dann will ich sterben ohne einen Mann!!



Eines Tages wirst du mich fragen, was ich mehr liebe, Dich oder mein Leben. Du wirst mich verlassen ohne zu wissen, dass du mein Leben warst!



Mir wurde beigebracht das eine Stunde sechzig Minuten hat und mir wurde beigebracht das eine Minute sechzig Sekunden hat, aber mir wurde nicht beigebracht das eine Sekunde ohne dich eine Ewigkeit ist!



Immer mehr Tränen flossen mir über die Wangen, während ich die Gedichte las, und die Tränen, die nicht zu trocknen schienen, tropften auf das Papier und verwischten etwas ihre Tinte.

Ich schrieb auch noch ein Gedicht dazu, aber auf die letzte Seite:



Nichts war umsonst

Wenn wir einmal gehen müssen - was bleibt?

Ist es die Liebe,

die wir in andere Herzen gelegt haben;

ist es die Hoffnung,

die wir anderen Menschen geschenkt haben;

ist es der Glaube,

der uns auf ein Wiedersehen hoffen lässt;

ist es der Trost,

den wir verbreitet haben;

ist es der Gedanke an unsere Arme,

die uns beschützt haben;

sind es die schönen Worte,

die wir gesprochen haben?

Das alles bleibt - nichts war umsonst.



Im Land der Trauer

will die Nacht

nicht mehr aufwachen.

Mond und Sterne haben

längst ihr Leuchten

eingestellt.

Selbst die Schatten gingen in der Finsternis verloren.

Schwarze Gräser

säumen unseren Weg,

den wir nicht sehen.

Doch jede Hand,

die man uns entgegenstreckt,

verwandelt sich

in Licht.



Auf der letzten Seite fand ich einen Schlüssel, der genau in das schwarze Buch passen könnte.

Vorsichtig machte ich ihn ab und versuchte das Buch, mit hand des Schlüssels zu öffnen.

Nachdem ein kleines „klick“ erklangen war, war das schwarze Buch offen. Es war ihr Tagebuch! Ich machte es auf und schlug gleich die letzte Seite auf, die den letzten Eintrag von ihr enthalten sollte, aber erschreckender Weise war das ganze Tagebuch leer!!!

„Hey, was machst du denn hier?“, fragte eine mir bekannte Stimme, Bill.

„Nichts.“, schluchzte ich.

„Lena, nun sag mir was los ist!“, sagte er ernst und setzte sich neben mich. Automatisch holte ich das Bild von ihr aus meiner Jackentasche und sah es an. Bill nahm meine Hand in seine und drehte das Bild zu ihm.

„Wo ist sie?“ fragte er besorgt, einfühlsam und ängstlich. Ich konnte es nicht sagen. Es fiel mir schwer diese Wörter über meine Lippen zu bringen! Bill ließ meine Hand wieder los, legte einen Arm um mich und zog mich an sich. So fiel es mir nur noch schwerer...

Mehr Tränen liefen mir über die Wange und tropften auf eine Seite des Tagebuches, welches ich auch noch in der Hand hielt.

„Was ist das?“, fragte er und nahm mir ihr Tagebuch aus der Hand.

„Ihr Tagebuch.“, schluchzet ich.

„Aber es ist leer!“, stellte er fest. „Ja, das weiß ich auch!“ dachte ich mir. Neugierig, wie er war sah er in den Karton rein.

„Sind das nicht Linas Sachen?“

„Ja, das sind sie.“

„Was machst du mit ihnen?“

„Sie mitnehmen!“

„Lena, wo ist sie?!“ sagte er erneut. Ich rang mich durch und begann mit erzählen.

„Es war vor zwei Wochen ... Lina, meine Eltern ... und ich hatten uns gestritten. ... Wegen euch. Sie waren der Meinung ... das ihr nicht gut seit für uns ... und verlangten deswegen ... das wir den Kontakt zu euch ... abbrechen und nie wieder bei ... euch melden.

Aber das ... konnten wir ... nicht! Lina hat sich drüber ... aufgeregt und hat sie ... angeschrieen das es unsere ... Entscheidung wäre und ... so. Sie ist raus auf die Straße ... gerannt, wir ihr alle nach, aber sie hat ... nicht gesehen das ein ... Auto kam und so wurde sie angefahren. Der Fahrer hat ... Fahrerflucht begannen. ... Meine Eltern und ich sahen zu ... wie sie in die Luft geschleudert wurde und mit dem ... mit dem ... Kopf auf dem Bordstein ... aufknallte. Sofort war ich hin gerannt, hab sie in den Arm ... genommen und habe bitterlich ... geweint. Meine Mutter hatte einen ... Krankenwagen angerufen, der auch sofort kam, ... aber jede Hilfe kam zu spät. Sie hatte sich das ... Sie hatte sich ... Hatte sich....... Genick ... gebrochen! Meine Schwester!!!! Sie war ... tot, einfach so! Seitdem wohne ich bei ... Pflegeeltern! Ich habe ... meinen Eltern Vorwürfe ... gemacht, bin aber der festen ... Überzeugung das sie nicht nur wegen ihnen raus gerannt ist, sonder auch wegen ... mir!“, erzählte ich ihm schluchzend. Während ich erzählt hatte kamen mir alle Bilder von diesem Tag wieder in den Kopf. Es war so schrecklich gewesen!

„Hey mein Schatz! Es ist nicht deine Schuld! Es tut mir so Leid!“, sagte er und nahm mich fest in den Arm. Es war für mich gut, dass er mir bei stande, auch wenn es für ihn schwer war, zu wissen das eine gute / beste Freundin von ihm gegangen war! Ich wollte mir lieber nicht ausmalen wie es Tom ergehen musste...

„Wir müssen es Tom sagen!“, sagte er und ich war der Meinung etwas gehört zu haben. Seine Stimmlage war so anders, als ob er weinen würde, aber das war verständlich in dieser Situation!

„Okay...“, sagte ich und zog es etwas lang. Ich hatte Angst vor seiner Reaktion, immerhin hatte ich ihn und auch Bill zwei Wochen lang belogen!

„Komm, wir geh...“, er brach ab denn wir wurden von jemandem unterbrochen, Tom.

„Wann komm... was ist denn hier los?“, fragte er und lächelte belustigt.

„Tom, komm mal bitte her!“, sagte ich, stand auf und ging zu ihm.

„Was ist?“, fragte er schon wieder ernst.

„Lina, ...“

„Was ist mit ihr?“, fragte er nun besorgt.

„Sie wurde ... von einem Auto angefahren ... und hat sich das ...“

„Ganz ruhig süße! Tief Durchatmen!“, sagte Bill und unterbrach mich so. ich tat was er mir sagte und Atmete einmal, zweimal und ein drittes mal tief ein und aus, bevor ich fort fuhr.

„Das ... Genick gebrochen!“, sagte ich und brach wieder einmal in Tränen aus. In Toms Augen konnte ich nicht sehen was er Fühlte. Seine Augen wirkten nur leer und man sah wie sich Tränen bildeten.

„nein ... das kann doch nicht ... sein! ... Doch nicht Lina!“ schrei er. Ich zuckte zusammen.

„Tom, es tut mir Leid! Wir konnten es nicht verhindern!“ weinte ich und bemerkte wie mich jemand von hinten in den Arm nahm. Es war Bill, wer auch sonst?! Es tat mir im Herzen weh ihn und seinen Bruder so zu sehen. Aber es tat auch weh einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich konnte es nicht richtig in Worte fassen wie es mir ging. Ich fühlte mich unbeschreiblich leer, verletzt und gekrängt!

„Lasst und gehen.“, schluchzte ich. Ich wollte hier nicht länger bleiben, alles, einfach alles, Erinnerte mich hier an meine Zwillingsschwester!

Bill ließ mich los und nahm meinen Karton. Zusammen gingen wir dann zurück zum Van. Wir alle drei weinten um die Wette.

„Was denn mit euch los?“, fragte Georg als wir im Van saßen.

„Lina ist gestorben.“, weinte ich immer noch.

„Mein Beileid!“, sagten Georg, Gustav, David und Flo wie aus einem Mund. Ich konnte nur nicken. Mein Hals fühlte sich an als ob er zugeschnürt wurde.



Nach einer halben Stunde, die wir im Auto verbrachten, kamen wir in Loitsche an.

Bill, Tom und ich schleppten uns zur Tür und beachteten die ganzen Fans nicht, die vor der Tür und vor dem Gartenzaun standen und schrieen wie am Spieß. Wir hatten gerade ein größeres Problem als die Fans...

Simone sah uns mitfühlend an. Sie hatte es wohl in der Zeitung gelesen.

Als sie mich erblickte kam sie zu mir und schloss mich in ihre Arme.

„Mein Beileid! Es tut mir Leid was passiert ist!“, sagte sie in mein Ohr. Ich nickte in die Umarmung hinein.

Auch Gordon kam und sprach mir sein Beileid aus. Wieder nickte ich nur und verschwant mit den Zwillingen nach oben in Bills Zimmer.

Aus meiner Tasche zog ich ein Geschenk an Tom. Ich hatte es bei Linas Sachen gefunden, kurz nachdem....

„Hier, für dich!“, sagte ich und reichte ihm eine kleine Tüte.

„Warum ...“, er unterbrach sein Satz, denn er hatte gesehen was drauf stand. „Für Tom, von Lina“ stand drauf.

Vorsichtig machte er es auf und zum Vorschein kam eine Schachtel. Sie war samt Rot. Auch die Schachtel machte er auf und Augenblicklich liefen ihm mehr Tränen über die Wange.

Ich wusste nicht was Lina ihm schenken wollte, denn sie hatte nie was erwähnt von einem Geschenk.

„Was ist es?“, fragte ich. Tom gab mir keine Antwort, sondern gab mir nur die aufgeklappte Schachtel.

Ich sah sie mir an und mir blieb fast die Luft weg.

„Ich werde dich für immer Lieben und werde dich nie vergessen! In liebe Lina“ stand auf einem silbernen Herz. Das Herz war an einer silbernen Kette befestigt.

Wie süß...

Ich mach stand vom Bett auf, ging u Tom, machte die Kette aus der Schachtel und legte sie ihm um...

Wir würden sie immer lieben, schrecklich vermissen, sie in guter Erinnerung behalten und sie nie vergessen...

Sie war in unseren Herzen eingeschlossen...







~*~ Ende ~*~





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