Marilidia

Die Mailbox von Leopoldo Katebush

Prolog
Langsam gehe ich den Flur entlang. Er ist bis auf mich leer und ich habe sofort ein schlechtes Gewissen, weil ich am ersten Tag schon zu spät bin! Hier ist es. Auf einem Schild steht „Klasse 10b“. Ich hole tief Luft und klopfe dann vorsichtig an die Tür. Eine Männerstimme sage: “Herein“ und ich drücke unsicher die Klinke runter und betrete das Klassenzimmer. Ich erkläre dem Lehrer kurz, wer ich bin und setze mich dann auf einen Platz neben einem Mädchen. Der Unterricht beginnt und ich spüre neugierige Blicke im Nacken. Nach einer Weile klingelt es zur Pause. Ich stehe unsicher auf und das Mädchen, das neben mir gesessen hatte, stellt sich mir vor. „Hallo, ich heiße Lisa und du?“ „Ich heiße Amy und bin neu hier, könntest du mir alles zeigen?“, frage ich vorsichtig. Sie nickt und lächelt mich total lieb an. Wir gehen über den Flur und sind in ein Gespräch vertieft, als sich zwei Jungs vor uns stellen. Die beiden sehen sehr seltsam aus. Der eine hat lange, blonde Dreads und trägt
weite Hip Hop Klamotten. Er ist genau das Gegenteil von dem Jungen neben ihm. Dieser trägt ganz enge Klamotten und hat eine sehr außergewöhnliche Frisur. Sein schwarzer Pony verdeckt sein linkes Auge und der restliche Kopf ist irgendwie so zu einer Igelfrisur gemacht. Schwer zu beschreiben. Beide Typen haben braune Augen und irgendwie sehen sie sich trotz des extrem verschiedenen Stylings sehr ähnlich und ich habe das Gefühl, dass die beiden dieselben Augen haben, fast so, als ob sie Zwillinge wären. Aber das ist natürlich Quatsch. Denke ich zumindest. Doch dann sagt Lisa: „Darf ich vorstellen? Das sind Bill und Tom, meine besten Freunde seit dem Kindergarten. Sie sind Zwillinge, und das hier ist Amy. Sie ist neu auf unserer Schule und wohnt auch in Loitsche!!“ „Echt?“, fragt mich Bill und grinst mich an. „Geil! “, das ist Toms Kommentar dazu. Die beiden sind mir sehr sympathisch und schon bald merke ich, dass sie die nettesten Jungs sind, die ich bisher kennen gelernt habe!
Wir haben dieselben Interessen und können uns stundenlang über alles Mögliche unterhalten. Von diesem Tag an, sind wir vier, Lisa, Bill, Tom und ich, die besten Freunde und da wir alle im selben Dorf wohnen, unternehmen wir jeden Tag etwas Witziges zusammen!

1. Kapitel
Ich sehe in den Spiegel und schüttele verzweifelt den Kopf. Scheiße, meine Haare stehen immer noch alle wild vom Kopf ab. Obwohl ich sie grad mit dem Glätteisen misshandelt habe “was soll ich denn jetzt machen? Gleich hab ich ein Date mit Marc und ich sehe scheiße aus. Da kann ich nichts mehr machen, ich rufe Lisa, Bill und Tom an. Ich bitte sie, sofort zu mir zu kommen und erzähle ihnen kurz die Sachlage. Alle drei klingeln einige Minuten später Sturm und ich reiße die Haustür auf. „Gott sei Dank seid ihr da!“ ich seufze erleichtert auf und wir laufen ins Badezimmer. Während Lisa mich schminkt und Bill meine Nägel lackiert, versucht Tom meine Haare zu retten. Ich sitze einfach nur ruhig da und hoffe, dass sie es schaffen, mich zu „verschönern“. Dann klingelt es. Scheiße, er ist schon da! Ich springe auf und schreie: „Er ist da! Oh Gott!“ Bill packt mich an den Schultern und dreht mich zum Spiegel. Ungläubig betrachte ich ihr Werk. Wow, ich sehe sogar gut aus! Das ist ein Wunder! Zum Dank bekommen die drei tollsten Freunde der Welt einen fetten Schmatzer auf die Wange. Lisa sagt lachend: „Dein Date wartet unten in der Kälte, du siehst super aus und wenn er das nicht findet, hat er dich nicht verdient! Viel Glück, Süße!“ Auch Tom und Bill wünschen mir viel Glück und mit gemischten Gefühlen laufe ich runter zu Marc. Er bestaunt mich bewundernd und pfeift leise. „Wow, du siehst toll aus!“ Ich lächel geschmeichelt und gebe ihm ein Küsschen auf die Wange. „Wo gehen wir hin?“, frage ich ihn unternehmungslustig. „Ich hätte Bock auf Tanzen, du auch?“ Habe ich auch, also gehen wir händchenhaltend in unseren Lieblingsclub. Der Türsteher lässt uns rein, weil er uns inzwischen schon kennt, schließlich sind wir mehrmals die Woche hier! An der Bar bestellen wir erstmal zwei Charlies auf Ex. Mmmh, ich liebe sie! Dann gehen wir etwas beschwipst auf die Tanzfläche und fangen an zu tanzen. Grad wird „Stick with you“ von den Pussycat Dolls gespielt, ein Schmusesong.
Ich kuschel mich an Marc und schließe die Augen. Der Tanz geht meiner Meinung nach viel zu schnell zu ende und Marc meint, er müsse jetzt nach Hause. Ich bin ziemlich erstaunt, schließlich ist es erst 22.30 Uhr! Er drückt mir schnell nen Kuss auf die Wange und ist dann verschwunden. Schon irgendwie scheiße, ich bin ja jetzt allein hier! Plötzlich tippt mich jemand von hinten an. Ich drehe mich um und blicke geradewegs in Gustavs Gesicht. Gustav ist auch ein Freund von meiner Clique und mir. Er und Georg, ein anderer Junge, sind in einer Band mit Tom und Bill, die Band heißt Tokio Hotel. Früher hießen sie Devilish, aber irgendwann wollten sie einen cooleren Namen haben. „Na? Was machst du denn hier? Du bist doch nicht alleine, oder?“ „Doch, Marc ist gerade gegangen, was machst du hier? Mit wem bist du hier?“ Er ist auch alleine, wollte einfach n bisschen chillen, meint er. Wir unterhalten uns ziemlich lange und beobachten die Leute um uns herum. Nach einer Weile fällt mir ein
Typ auf, der mir sehr bekannt vorkommt! Und dieser Jemand knutscht ziemlich wild mit einem hässlichen Girl rum! Oh Gott! Ich schaue wie hypnotisiert auf das Pärchen, das kann doch nicht sein! Doch, es ist hundert pro Marc! Mir wird schlecht und ich habe das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren und zu fallen. Irgendjemand nimmt mich am Arm und führt mich aus dem Club. Ich zittere wie Espenlaub und mir schießen die Tränen in die Augen. „Wieso?“, heulend sehe ich in Gustavs Gesicht. Er nimmt mich in den Arm und streichelt mir tröstend über den Kopf. „Er hat dich nicht verdient, er ist nicht wert, dass du wegen ihm weinst! Tut mir leid!“ Ich fühle mich so leer und traurig. Gustav bringt mich nach Hause und ich bedanke mich, immer noch weinend, bei ihm. Dann geht er. Ich laufe hoch in mein Zimmer und finde es so vor, wie ich es verlassen habe, nämlich chaotisch. Super, ich will mich jetzt nur noch in mein Bett verkriechen, aber es ist ja mit allen möglichen Dingen übersät.
Also schmeiße ich mich aufs Wohnzimmersofa. Wie gut, dass meine Eltern für eine Woche verreist sind und erst in sechs Tagen wiederkommen! Ich schalte den TV an und zeppe durch die Kanäle, bei Viva bleibe ich stehen. Es läuft grad „So sick“ von Ne-Yo, ich liebe diesen Song. Und er passt perfekt zu meinem emotionalen Zustand! Irgendwann fallen mir die Augen zu und ich falle in einen unruhigen Schlaf.

2. Kapitel
Ich öffne verschlafen meine Augen und wunder mich, dass sich mein Bett so anders als sonst anfühlt. Dann bemerke ich, dass ich ja im Wohnzimmer liege und erinnere mich verschwommen an gestern. Ich schließe die Augen und versuche wieder einzuschlafen, aber es klappt nicht. Traurig stehe ich auf und genieße erstmal eine heiße Dusche. Danach geht es mir etwas besser und ich esse eine Kleinigkeit, auch wenn ich eigentlich gar keinen Appetit habe. Ich pflanze mich wieder vor den Fernseher und fange sofort wieder an zu heulen. Ach, alles ist scheiße, alles erinnert mich an ihn. Ich bin noch in meiner traurigen Gedanken versunken, als mich die Türklingel aufschrecken lässt. Ich kann noch nicht mal Liebeskummer haben, sogar dabei werde ich gestört! Verärgert, warum weiß ich gar nicht genau, nur ist Wut besser als Traurigkeit, schlürfe ich zur Tür. Ich bin ziemlich erstaunt, als ich sie öffne und Marc erblicke. Er grinst mich an und will mich küssen, aber ich stoße ihn unsanft weg und knalle die Tür wieder zu. Dann sinke ich schluchzend zu Boden. Er klingelt noch ein paar Mal und gibt schließlich auf. Wie lange ich dort heulend sitzen bleibe, weiß ich nicht, aber irgendwann klingelt es wieder. Oh nein, ich will dich nicht sehen, Marc! Trotzdem öffne ich die Tür, immer noch mit Tränen auf den Wangen, ich sehe wahrscheinlich total verheult aus! Doch mich erwartet eine Überraschung, es steht nicht - wie erwartet- Marc vor mir, sondern Gustav. „Oh“, rutscht es ihm raus, dann bin ich schon in seine Arme gefallen. Er schafft es, mich etwas zu beruhigen und macht mir einen Tee. Dann erzählt er mir Witze und er hat Erfolg, er bringt mich zum Lachen und ich vergesse für einige Zeit Marc. Irgendwann erzähle ich Gustav von Marcs Besuch. „Das erklärt einiges“, murmelt er betreten und muntert mich weiter auf. Er ist darin Meister und als er mich verlässt, bin ich nicht mehr so traurig, als dass ich die ganze Zeit heulen müsste. Ich bin so gut gelaunt, dass ich Lisa an
rufe und sie frage, ob wir shoppen gehen wollen. Sie hat leider keine Zeit, da sie sich mit Dave trifft. Dave ist ihr Freund und er ist der beste Freund von Marc. Nein, ich lasse mir nicht die Laune verderben, nur weil dieses Arschloch beschlossen hat, mich zu betrügen! Dafür bin ich zu stolz! Aber Zuhause rumhocken will ich nicht! Also versuche ich mein Glück bei den Twins. Ich klopfe gar nicht erst, sondern gehe direkt rein, das darf ich, ich gehöre ja schon fast zur Familie! „Bill? Tom? Ist jemand da?“ „Hallo Amy! Wie geht´s? Die Jungs sind unten, sie proben gerade, aber du kannst ja trotzdem runter gehen!“ „Danke, Simone. Das mache ich!“ Simone ist Bills und Toms Mum. Leise steige ich die Treppe runter, zum Keller, in dem Tokio Hotel immer probt. Schon höre ich meinen Lieblingssong, der mir entgegen tönt. Ich seufze. Immer wenn ich bei Tom und Bill bin, fühle ich mich total geborgen. Ich weiß auch nicht warum, es ist einfach so. Langsam öffne ich die Tür zum Proberaum und setzte mich auf das alte verschlissene Sofa. Die Jungs hören sofort auf zu spielen, obwohl sie mitten im Song waren. Tom und Georg legen achtlos ihre Gitarren weg, Bill sein Mikro und Gustav seine Sticks. Das tun sie nur, um zu mir zu laufen und mich zu umarmen. Ich habe ja nichts gegen Zärtlichkeit unter Freunden, aber von allen gleichzeitig ist schon etwas sehr seltsam. „Tut mir ja so leid!“ „Hä? Was meinst du? Was meint Bill??? „Naja, Gustav hat uns von gestern Abend erzählt, Marc ist echt voll das Arschloch, am besten du vergisst ihn wieder!“ Ich beiße mir auf die Lippe und gucke zu Boden. Ich will jetzt nicht über ihn nachdenken oder reden! Und das sage ich meinen Freunden auch. „Ähhh ,ok , dann nicht“,Tom scheint verwirrt zu sein. Egal, im Moment bin ich selbst genug verwirrt, da kann ich mir jetzt nicht auch noch über Tom Gedanken machen! „Ich muss mal wieder!“, verabschiede ich mich von ihnen. Sie schauen mir etwas verwirrt und erstaunt nach, fragen aber nicht weiter nach. Das ist gut so, ich weiß ja selbst nicht, was mit mir los ist, aber irgendwie habe ich das Gefühl, also ob ich nur in einem bösen Traum gefangen wäre und morgen aufwachen würde und noch mit Marc zusammen sein würde! Ich weiß, dass ist falsch von mir, ich muss mich mit der Realität abfinden, aber das ist einfacher gesagt, als getan! Mittlerweile stehe ich wieder auf der Straße und überlege, wohin ich gehen soll!? Meine Freunde haben im Moment nicht die richtige Wirkung auf mich, aber wo soll ich sonst hin? Ich gehe nach Hause und beschließe bei ICQ on zu gehen. Wer weiß, vielleicht ist ja jemand da, mit dem ich mich ablenken kann, es sind ziemlich viele Leute da, auch Fabian. Ich hatte ihn schon vergessen, obwohl´s noch gar nicht so lange her ist, dass wir zusammen waren! Ich schreibe ihn an.

I( ich ): Hey! Wie geht´s?
F( Fabian ): Hey Süße! Gut und dir?
I: Naja, ging schon ma bessa!
F: Warum? Was ist denn los?
I: Mein Freund hat mich betrogen, na ja egal!
F: Quatsch, nich egal! Was ist das fürn Schwein, der hat dich gar nich verdient,tut mir echt leid, Kleine!
I: Hmm, keine Ahnung, ob er mich verdient hat, aba es ist aus und das is so verdammt scheiße!!!
F: Ich weiß, hast Bock dich zu treffen? Ich könnt dich ablenken ;-)
I: Hängt davon ab, wie dus meinst!
F: Nich so wie du denkst! Ganz harmlos, was denkst du denn von mir? *lach*
I: Nix schlimmes! *g* Ok, wann treffen wir uns?
F: Um 8, ich kann dich abholen!?
I: Ok, dann um 8. Gut, freu mich schon, ciao
F: Ciao hdl
I: Ida *knutscha*

Ich melde mich ab und fahre den PC runter. Was soll ich anziehen? Auf jeden Fall nix aufreizendes oder so, man weiß ja nie, auf welche Gedanken Fabian kommt!? Ich entscheide mich für ein schwarzes Top und eine schlichte Jeans und schminke mich dann dezent. Meine Haare lasse ich offen, nach dem Desaster von gestern will ich meine Haare nicht noch mehr strapazieren. Dann ist´s auch schon acht und Fabian steht vor der Tür. Etwas nervös begrüße ich ihn. Wir umarmen uns und er sieht mich prüfend an. „Du siehst traurig aus, das werden wir jetzt ändern, wie wär´s mit Kino?“ Ja, Kino klingt gut, also gehen wir ins Kino. Wir haben uns gerade die Kinokarten gekauft, da wird Fabian grob von mir weggerissen. Ich drehe mich verwirrt um und erstarre. Auf dem Boden liegen Fabian und Marc und prügeln sich! Das darf doch nicht wahr sein! „Hört auf! Marc, lass Fabian in Ruhe!“ Ich fange an zu heulen, warum hören sie nicht auf?? Dann packe ich Fabian am Arm und ziehe ihn von Marc weg, ich stelle
mich vor Fabian und Marc sieht mich wütend an. Wieso ist er wütend? Ich kapier nix mehr, aber das ist jetzt sowieso egal. „Was machst du hier mit diesem Schwuchtel? Hast du schon vergessen? Wir sind zusammen, ich bin dein Freund!!!“ „Sag mal, spinnst du? Ich darf mich treffen mit wem ich will, außerdem warst du gestern auch mein Freund und das hat dich auch nicht davon abgehalten mit diesem dummen Girl Rumzumachen!!! Und jetzt lass uns in Ruhe, wir sind nämlich hier, um Spaß zu haben und wenn du dabei bist, kann man keinen Spaß haben! Find dich damit ab, es ist aus!!!“ Er sieht mich ungläubig an, schüttelt seinen Kopf und meint dann schließlich: „Du machst mit mir Schluss? Echt, das mit Inga gestern war nichts, vertrau mir!“ Ich schüttele den Kopf, packe Fabian an der Hand und gehe dann in den Kinosaal. Es läuft erst die Werbung und Fabian sieht mich besorgt an. „Alles ok?“ „Ja klar, was soll schon sein? Sorry, für Marc, hast du dich verletzt???“ Er schüttelt den Kopf. „Mach
dir um mich keine Sorgen, aber was ist mit dir?“ „Mit mir ist nichts, mir geht´s gut!“ Er sieht mich noch mal prüfend an, lässt mich aber schließlich in Ruhe. Der Film fängt an, doch ich bekomme kein einziges Wort mit. Als er vorbei ist, bringt mich Fabian nach Haus. „Bist du sicher, dass ich nicht noch blieben soll!?“ „Nee, ist schon okay, ich komme klar! Danke, fürs Kino!“ Er gibt mir noch ein Küsschen auf die Wange und geht dann. Ich seufze. Verwirrter geht´s gar nicht! Wie soll ich ihm vertrauen, wenn er mich doch immer und immer wieder betrügen wird! Und trotzdem will ich nicht, dass es zwischen uns aus ist! Ich packe schnell einen Rucksack mit meinen wichtigsten Dingen und laufe dann so schnell es geht zu den Kaulitz“. Es ist zwar schon elf, aber ich bin mir sicher, dass noch niemand schläft! Ich klingel und warte ein paar Sekunden, dann wird mir von Tom geöffnet. „Hey Maus! Was machst du denn noch so spät hier?“ „Kann ich heute Nacht hier bleiben?“ Er sieht mich verwundert an, grinst dann aber. „Ja, klar! Du weißt doch, dass wir uns immer freuen mit dir eine Nacht zu verbringen!“ Er zwinkert mir zu und ich grinse. „Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiill, komm runter, wir haben Besuch!“ Zu mir gewendet sagt er: „Wir haben heute sturmfrei!“ „Geil!“ Dann werde ich stürmisch von Bill umarmt. „Hey, geil dass du jetzt vorbei kommst, wie wär´s mit Pizza?“ Ich nicke begeistert und wir machen´s uns auf der Couch ins Bills Zimmer bequem, während Bill die Pizza bestellt. Dann setzt auch er sich zu uns und wir albern viel rum. Ich komme endlich wieder auf andere Gedanken und bin voll happy, dass ich die Twins habe. Dann ist die Pizza da und wir lassen sie uns schmecken. Mit vollem Mund fragt mich Bill: „Was isch jez eugntlich mit Marc, hä?“ Ich erzähle ihnen vom Kinovorfall und zucke mit den Schultern. „Ich will ja noch seine Freundin sein, aber er kann mich doch nicht einfach so betrügen!“ „Na ja ich kenne ihn schon länger als du und ich will ihn ja jetzt nicht schlecht machen oder so, aber er hat bis jetzt alle seine Freundinnen betrogen und als Freund will ich dich warnen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass er das auch noch mal machen wird!“ Wow, das ist hammer! Wir labern noch ein bisschen und schlafen dann müde ein.

3. Kapitel
Aua, mein Arm tut weh. Ich öffne die Augen und mein Blick fällt auf ein kleines Poster von Green Day. Wo bin ich? Aso, in Bills Zimmer! Und er liegt auf meinem Arm, während Tom meinen Bauch als Kopfkissen benutzt. Ich muss mal dringend, aber wenn ich mich bewege, wecke ich beide auf! Also bleibe ich so liegen und denke nach. Über Marc und Fabian, aber auch über mein Leben. Irgendwie würde ich gern wieder klein sein, da war alles noch so unkompliziert und leicht! Aber ich kann nicht mehr zurück! Ich werde von meinen düsteren Gedanken abgelenkt, da mein Blick auf ein Foto fällt, auf dem Lisa, Bill, Tom und ich abgebildet sind. Es ist schon etwas veraltet, es wurde gemacht, als ich hier neu war und mich mit ihnen gerade angefreundet hatte. Auf dem Foto stehen wir alle neben einander, Bill hat seinen Arm um mich gelegt und Tom seinen um Lisa. Lisa steht neben mir und wir halten uns an der Hand. Wir vier strahlen in die Kamera und wenn man das Foto sieht, könnte man denken, dass wir uns schon seit immer kennen, aber der Schein trügt. Wir kennen uns erst ein Jahr, aber es ist so, als ob wir seit immer Freunde wären! „Guten Morgen, auch schon wach?“ Verwundert sehe ich Bill an, der mir entgegengrinst. „Ja, schon lange! Gut geschlafen?“ „Wenn ich bei dir bin, schlafe ich immer gut!“ Wir lachen und wecken damit Tom auf. „Man, ich will noch pennen!“ Bill und ich sehen uns an und fangen dann gleichzeitig an, Tom zu kitzeln, um ihn noch besser zu wecken! „Hilfe, hört auf!“ Und dann, als ob sie sich abgesprochen hätten- kitzeln sie mich! Ich kriege Bauchschmerzen vor lauter Lachen und rufe um Hilfe. Irgendwann lassen sie dann von mir ab und wir liegen übereinander. Ich fühle mich so wohl und wünsche mir, dieser Augenblick würde nie vergehen. Den Twins geht es anscheinend genau so, denn auch sie bleiben so liegen. Und seltsamer Weise schlafe ich wieder ein, obwohl die Beiden auf mir liegen.
„Sie ist so süß, langsam weiß ich echt nicht mehr, was ich machen soll! Besonders weil sie jetzt so traurig wegen Marc ist, ich hab voll das schlechte Gewissen, weil ich mich über die Trennung freue! Es ist ja nur so, dass ich sie liebe und ich endlich mit ihr zusammen sein will!“ „Ich weiß, Bill, aber das kann unsere Freundschaft zerstören, wenn sie nichts von dir will, wird immer so eine Spannung zwischen uns liegen! Und sie ist mir so wichtig, ich will sie nicht verlieren!“ Oh Gott, die reden da ja über mich! Ich strecke mich und öffne verschlafen die Augen, einfach so tun, als ob ich nichts mitbekommen hätte“ Die beiden schauen mich erschrocken an und Bill sagt lässig: „Du bist nochmal eingeschlafen, wir wollten dich nicht wecken, du sahst so süß aus!“ Ich lächle sie an und dann ziehen wir uns, natürlich getrennt voneinander, um. Wir frühstücken und albern wieder voll lange rum. Dann verabschiede ich mich und gehe langsam nach Hause. Jetzt bin ich noch verwirrter als vorher! Bill liebt mich, aber ich liebe Marc, oder? Und wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich zu Marc zurücklaufen oder doch zu Bill? Oder soll ich einfach Single bleiben? Ich weiß es nicht, beschließe aber Lisa anzurufen, vielleicht. kann sie mir ja helfen!? Hoffentlich!

L(Lisa): „Hey!“
I(ich): „Hey, Süße, wie geht´s?“
L: „Ganz gut und dir?“
I: „Na ja, ehrlich gesagt nicht sooo toll, Marc hat mich betrogen und sich mit Fabian geprügelt und ach ja Bill ist in mich verliebt!!!“
L: „Was? Ich check gar nix mehr, tell mir das ma n bisschen langsamer!“
I: „Ok!“

Und dann erzähle ich ihr alles Geschehene und meine derzeitigen Gefühle und frage sie um Rat.

L: „Wow, das ist heftig! Also jetzt bist du nicht mehr mit Marc zusammen, aber du liebst ihn noch? Ich kann dir nur raten, dich von ihm fernzuhalten, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass er dir weiterhin nicht Treubleiben wird! Und zu Bill: Also ich würde mich einfach ganz normal benehmen, so lang du nur Freundschaft für ihn empfindest, was ja im Moment so ist. Und falls sich deine Gefühle ändern, na ja dann kannst du ja mit ihm flirten und so, mach dir keinen Kopf, Süße, ich bin sicher, dass alles wieder gut wird! Also nicht traurig sein, ja?“
I: „Danke Liz, das ist echt voll lieb von dir! Du bist echt ein Schatz! Mach dir keine Sorgen um mich, ich bin stark! Ciao!“
L: „Ciao! Und denk immer dran: Ich hab dich lieb!“
I: „Ich dich auch!!! Tschüss!“

Nach diesem langem Telefonat fühle ich mich ziemlich gut, Lisa hat recht, ich werd einfach nichts machen und ganz normal weiterleben. Also esse ich was Kleines zum Mittagessen und gucke danach fern. Ich gammle den ganzen Nachmittag vorm TV und gehe dann um 8 ins Bad um mich ein bisschen zu stylen, schließlich ist heute mein letzter Ferientag und da muss ich noch Feiern gehen, auch wenn mir nicht so richtig zum Feiern zu Mute ist. Ich ziehe mir ein Rosanes Tank-Top und nen kurzen Jeansmini an. Dann schminke ich mich noch mit schwarzem Kajal und Mascara. Ich laufe aus dem Haus und treffe an der Bushalte Tom und Bill. „Wow, du siehst super aus!“ Ich lächel Bill an und begrüß dann beide mit einem kurzen Bussi auf die Wange. Da kommt schon der Bus. Wir setzen uns in die letzte Reihe und labern sofort los. Bald sind wir in einer wilden Diskussion über die Ferienlänge verstrickt, sodass wir im letzten Augenblick erst bemerken, dass wir aussteigen müssen. Wir springen aus dem Bus und laufen zu „unserem“ Club, wo wir auf Georg, Gustav und Lisa treffen. Lisa umarmt mich so stürmisch, als ob wir uns jahrelang nicht mehr gesehen hätten. Gustav und Georg umarmen mich beide freundschaftlich. Schon werde ich von Bill auf die Tanzfläche geschleppt. Der DJ hat gerade „Because of you“ von Kelly Clarkson aufgelegt, ein total schöner Schmusesong. Bill legt seine Arme um meine Hüften und ich meine um seinen Nacken. Er sieht mir tief in die Augen und ich bekomme Gänsehaut. Ich bin verwirrt, plötzlich empfinde ich mehr als nur Freundschaft!? Langsam kommt sein Kopf näher und dann liegen seine Lippen auf meinen. In meinem Bauch kribbelt´s heftigst und ich fühle mich, als ob ich im Himmel wäre, der Song ist irgendwann zu Ende und ein schneller Song („Ever blazin“ von Sean Paul) beginnt. Doch wir tanzen genau so eng und immer noch küssend weiter. Es ist so schön von Bill geküsst zu werden und ich mache mir keine Gedanken mehr über Marc und mich. Ich widme meine ganze Aufmerksamkeit Bill und dem Kuss. Doch irgendwann endet auch der schönste Augenblick und so lösen wir uns von einander. Er lächelt mich voll süß an und ich bekomme weiche Knie bei seinem Blick. „Ich liebe dich, Amy!“ Ich küsse ihn und in dem Moment wird mir klar, dass ich ihn auch liebe! „Ich liebe dich, Bill!“ Eng umschlungen gehen wir zum Sofa, wo die andren uns grinsend empfangen. Lisa hat sich sogar mal von Dave gelöst um mich kurz in den Arm zu nehmen und zu drücken. „Endlich, seid ihr zusammen!“, sagt Tom. Bill und ich grinsen und ich will mich neben ihn setzen als er mich auf seinen Schoß zieht. Erstaunt kuschel ich mich an ihn und schließe die Augen. Atme seinen geilen Duft ein und fühle mich total geborgen und wohl. Dann sagt Georg irgendwann: „Los kommt, wir müssen auf die Bühne!“ Nach einem endlos langem „Abschiedskuss“ verlässt mich Bill und ich bleibe mit Lisa und Dave auf dem Sofa zurück. Dave muss dann auch nach Hause, weil seine kleine Schwester dort allein ist und er eigentlich auf sie aufpassen müsste! So sitzen wir beide allein auf dem Sofa und unterhalten uns. „Siehste, alles hat sich geklärt!“ „Ja, da haste recht, Bill ist so süß! Ich glaub, ich hab mich verliebt!“ „Das ist so schön! Ihr seid echt voll das süße Paar! Und Marc hast du jetzt vergessen?“ „Naja vergessen ist zu viel gesagt aber ich fühle nix mehr für ihn, die ganzen Gefühle sind jetzt für Bill!? Ach, ich bin so happy!“ Wir hören auf zu sprechen, weil Tokio Hotel anfangen zu spielen. Sie spielen einen ihrer ersten Songs, „Durch den Monsun“. Danach spielen sie noch einige andere Songs und dann ist mein Schatz wieder bei mir. Ich küsse ihn zärtlich und er zieht mich wieder zu sich auf seinen Schoß. Zufrieden schmiege ich mich an ihn und lausche einer wilden Diskussion zwischen Tom, Bill, Georg und Gustav. Lisa und ich hören nur zu, sind zu faul irgendeinen Kommentar abzugeben. Die vier verstummen, als ein Mann zu unserem Tisch kommt. „Hallo, darf ich mich zu euch setzen? „Auf unser verwirrtes Nicken, setzt er sich neben Gustav und stellt sich vor. „Ich bin David Jost und finde eure Musik echt gut. Und ich glaube, ihr könntet damit sogar erfolgreich werden, ich arbeite für einen Musikverlag und wäre bereit, euch unter Vertrag zu nehmen. Wenn ihr Interesse habt und mit euren Eltern darüber gesprochen habt, könnt ihr euch gerne bei mir melden. „Damit gibt er uns eine Karte und Bill nimmt sie eingeschüchtert. Herr Jost verabschiedet sich von uns und verlässt dann den Club. „Was war denn das?“, ich schaue in die Runde. Niemand weiß ne Antwort und dann fangen alle wie auf Kommando an, wild durcheinander zu reden. Kurz nach eins machen wir uns auf den Weg nach Haus- natürlich immer noch total aufgedreht! Vor meinem Haus küsst mich Bill lange und wünscht mir eine Gute Nacht. Ich schließe müde die Tür auf und lege mich sofort aufs Sofa, um glücklich einzupennen.

4. Kapitel
Was klingelt denn da? Schlecht gelaunt öffne ich meine Augen. Mein Handy, ich habe eine SMS bekommen.
„Hey mein Schatz! Wie hast du geschlafen? Wann sehen wir uns heute? Liebe dich xxx Bill“
Meine schlechte Laune ist wie weggeblasen und ich springe von der Couch, um mich so schnell wie nur möglich, anzuziehen. Dann schnappe ich mir meine Jacke, schlüpfe in meine Sneakers und renne aus dem Haus. Nach wenigen Minuten bin ich schon bei den Kaulitz angekommen und ich klingel. Ich warte kurze Zeit und als mir niemand öffnet, klingel ich noch mal. Wieder wird mir nicht geöffnet. Verwundert schaue ich durch die Fenster ins Haus. Ist denn niemand da? Ich krame mein Handy aus der Jackentasche und wähle Bills Handynummer.

B( Bill): „Ja?“
I(Ich): „Hey Süßer, wo bist du?“
B: „Ähhh, ich muss aufhören, liebe dich!“
I: „Bill?“

Tut tut tut tut tut tut tut tut tut tut
Ich lege auf, es hat ja doch keinen Sinn. Er legt einfach so auf? Hallo? Was geht? Spinnt der? Erst fragen, wann wir uns treffen sollen und dann legt er mitten im Telefongespräch auf! Wütend laufe ich wieder nach Hause. Ich frage mich, warum Bill so fies war, was fällt ihm eigentlich ein, mich so zu behandeln?? Zuhause angekommen gehe ich erstmal duschen und dann wieder raus. Ich hab echt keinen Bock alleine zuhause rumzuhocken, nur weil mich mein Freund scheiße behandelt, also mache ich einen Spaziergang. Ich habe schnell Loitsche durchquert und gehe die Straße nach Magdeburg entlang. Es regnet immer stärker und der Wind bläst einskalt in mein Gesicht. Der Himmel ist total dunkel und ich kann fast nichts mehr sehen. Plötzlich kommen mir Scheinwerfer entgegen, rasendschnell, ich bleibe auf der Straße stehen, wie versteinert, unfähig mich von der Stelle zu rühren! Eine Hupe ertönt und das Auto versucht schlitternd zu bremsen. Ich sehe mit großen Augen das Auto entgegenkommen und mache mich darauf gefasst zu sterben. Doch dann kommt das Auto zum Stehen, nur einige cm von mir entfernt. Vier jungen springen aus dem Auto und ich kann mich endlich wieder bewegen. Zittern gehe ich zu den vier Jungs, ich kann sie nicht richtig erkennen, denn die Scheinwerfer blenden mich. Einer der Jungs nimmt mich in den Arm und jetzt erst bemerke ich, dass die vier meine besten Freunde sind. Und der Junge, der mich festhält, ist mein Freund, Bill. „Süße, was machste für Sachen? Alles ok?“ Er und die anderen drei sehen mich besorgt an. „Ja, alles ok, ich hatte nur Angst“, ich zittere und fange dann an zu weinen. Das ist einfach zu viel für mich. „Schatz, hör bitte auf zu weinen, was ist los? Sag es mir doch bitte!!!“ Ich schüttele den Kopf und versuche mich von ihm wegzureißen um wegzulaufen. Doch, als ob er geahnt hätte, dass ich so reagiere, hält er mich fest und verhindert so, dass ich abhauen kann. „Hör auf, Amy, hör auf, verdammt!“ Ich sehe ihn ängstlich und erschrocken an. Und weine stumm weiter, allerdings jetzt vor Angst. „Tut mir leid, dass war nicht so gemeint“ „Er lässt mich los und ich laufe so schnell ich kann von den Menschen weg, die ich am meisten liebe. Ich renne nach Hause und nehme ein heißes Bad. Irgendwann habe ich mich wieder beruhigt und grüble, warum ich mich vorhin so komisch verhalten habe. Ich komme nicht darauf, doch weiß ich, dass ich nichts mehr mit Bill, Tom, Georg und Gustav zu tun haben möchte. Ich will es einfach nicht mehr, es gibt eigentlich keinen Grund, aber ich will nicht mehr.

5. Kapitel
3 Monate später
Mann, hier ist´s sooo langweilig. Ich sitze in der Schule und denke nach, erinnere mich zum ersten Mal seit mehreren Wochen an meine ehemaligen besten Freunde. Ich sehe sie immer noch jeden Tag, allerdings nur noch im Fernsehen oder in Zeitschriften. Sie sind berühmt geworden, ihre Band Tokio Hotel wird von allen Girls geliebt und die Boys natürlich auch. Man kann nicht mehr einfach so zu Bills und Toms Haus, es wird von Fans umlagert. Auch ihre alten Handynummern stimmen nicht mehr, gar nichts, ich kann sie nicht erreichen. Obwohl ich das sehr gern will. Ich vermisse die vier, vor allem natürlich Bill, und ich bereue, was ich getan habe. Mittlerweile weiß ich warum, ich war einfach zu sehr mit mir selbst beschäftigt und hatte für andere keine Zeit. Lisa hat auch keinen Kontakt mehr zu ihren früheren besten Freunden, sie melden sich nicht mehr bei ihr, was sie total mitnimmt. Ich versuche sie zu trösten, bin dabei selbst auch voll niedergeschlagen.

2 Monate später
Ich wache auf und mein blick fällt auf den Kalender. Heute ist der 22. Dezember, mein 16. Geburtstag! Ich springe aus dem Bett und dusche erstmal ziemlich ausgiebig. Dann ziehe ich mir ein schwarzes Minikleid an und laufe runter ins Esszimmer. Meine Eltern gratulieren mir und umarmen mich liebevoll. Sie versprechen mir, dass ich mein Geschenk später bekomme. Dann verschwinden sie, damit ich sturmfrei habe, ich schmeiße nämlich ne richtig fette Party. Bald ist auch schon Lisa da und hilft mir bei den Vorbereitungen. Um acht kommen die ersten Leute. Alk ist reichlich vorhanden, ein DJ engagiert und so ist alles, was man für eine gute Party braucht, da. Alle gratulieren mir und wir haben voll viel Spaß. Jeder kommt einfach so rein und ich bekomme gar nicht richtig mit, wer alles da ist. Plötzlich geht das Licht aus und der DJ legt nicht mehr auf. „Hey, was is los?“, frage ich. Und dann beginnt Musik zu spielen, live und das kommt mir total bekannt vor, als dann eine tiefe Stimme
„Happy Birthday“ anstimmt, geht das Licht wieder an und ich stürme zu dem Sänger. Alle singen für mich, außer Bill und ich. Wir sind damit beschäftigt uns leidenschaftlich zu küssen! Als der Song vorbei ist, habe ich Tränen auf den Wangen und schmiege mich an meinen Schatz. „Ich sehe, du hast mich vermisst“, grinst er. Ich nicke glücklich und dann verbringen wir den Rest des Abends miteinander.
Er erzählt mir, dass meine Eltern mit Simone geredet hatten, weil ich meine Freunde so sehr vermisst hatte und wieder sehen wollte. Also hat Simone ihren Söhnen, Gustav und Georg vorgeschlagen, zu meiner Birthdayparty zu gehen.
Ich bin überglücklich, liege in Bills Armen und Tom, Gustav und Georg sind auch hier. Dann frage ich Bill die alles entscheidende Frage: „Hast du eine Freundin??“ Er schaut mir tief in die Augen und antwortet dann: „Ja“. Mir schießen die Tränen in die Augen und ich reiße mich von ihm los und laufe in mein Zimmer. Alle schauen mir verwundert hinterher, Tom, Georg, Gustav und Lisa gucken verwirrt zu Bill. Dieser läuft mir hinterher. „Amy, warte doch!“ Er hat mich erreicht und hält mich fest. „Ich war noch nicht fertig! Ja, ich habe eine Freundin, damit meine ich dich! Du bist meine Freundin!!“ „W- w- was?“ Da erst verstehe ich, was er da gesagt hat. Er küsst mich leidenschaftlich und flüstert mir ins Ohr: „Mein Herz gehört nur dir, ich liebe dich.“ Ich schwebe auf Wolke 7 und wünsche mir, ewig mit ihm zusammen zu sein. Eng umschlungen gehen wir wieder nach unten. So wie uns die Anderen erblicken, klatschen, pfeifen und jubeln alle. Bill und ich strahlen über das ganze Gesicht und
sind einfach nur glücklich.
So um drei gehen die meisten, nur Bill (*g*), Tom, Lisa, Gustav und Georg übernachten bei mir. Gustav, Georg, Tom und Lisa schlafen im Wohnzimmer, Bill und ich schlafen oben, bei mir im Bett. Wir wünschen den vieren eine gute Nacht und gehen nach oben. Wir ziehen uns um und legen uns dann in mein Bett. Im bett kuscheln wir noch lange miteinander und irgendwann schlafen ich dann glücklich in Bills Armen ein.
„Morgen, Schatz“, weckt mich Bill. Ich lächel ihn verschlafen an und genieße seinen Kuss. Wir blieben bis ca.12.30 Uhr im Bett liegen, kuscheln und flüstern miteinander, es ist so schön!! Doch als wir irgendwann das laute Lachen von unten nicht mehr ignorieren können, stehen wir auf und machen uns fertig. Dann gehen wir Hand in Hand die Treppe runter. Lisa, Tom, Gustav und Georg grinsen uns an. „Na, ihr habt´s ja heftig getrieben!“, zieht uns Tom auf. Wir grinsen nur und gehen darauf nicht ein. Dann frühstücken wir alle zusammen im Chaos von der gestrigen Party. Die vier haben uns viel zu erzählen und so labern wir lange, bis wir über alles informiert sind. Alle, außer Bill und ich, wollen heut in die Stadt oder so, auf jeden Fall nicht Zuhause rumgammeln. Bill und ich mögen´s heute ruhiger angehen, einfach nur zusammen sein, denn morgen früh verlassen uns unsere Jungs leider wieder. Ich weiß gar nicht, wie ich den Abschied aushalten werde, denn wer weiß, wann ich sie und vor
allem Bill wieder sehe??? Bill und ich lecken viel rum, aber weiter gehen wir nicht, wir haben wohl beide ein bisschen schiss, besonders, weil wir noch Jungfrauen sind. Außerdem sind wir beide viel zu schüchtern. So um sechs kommen dann die Anderen wieder. Wir beschließen in einen Club zu gehen, um den letzten Abend zu feiern. Mir ist nicht wirklich zu feiern zumute und so wie ich´s sehe, auch Bill nicht. Trotzdem machen wir uns fertig, ich style mich besonders gründlich, der Abend soll unvergesslich werden. Um acht sind wir fertig, ich kämpfe die ganze Zeit mit den Tränen, denn in wenigen Stunden wird mich Bill auf unbestimmte Zeit verlassen. Wir machen uns auf den Weg und bald sind wir bei meinem Lieblingsclub angekommen. Der Türsteher lässt uns ohne Zögern rein, erstens sind wir sowieso schon 16 oder älter und zweitens kennt er uns voll gut. Wir gehen sofort an die bar, aber ich will nur ne Cola, will heute Abend nicht besoffen sein. Bill denkt dasselbe, bestellt sich ebenfalls nur was Alkoholfreies. Lisa tanzt wild mit Tom und Georg leckt mit seiner Freundin rum. Gustav labert mit ´nem Freund. Bill und ich sitzen auf einer Couch und kuscheln einfach nur. Ich will nicht, dass Bill wieder abhaut, ich weiß, Musik ist sein Leben, aber ich bin so traurig, ich will nicht wieder hier allein zurückbleiben! „Engel, was ist los?“ „Nix!“, antworte ich tapfer. „Du hast doch was, sag es mir doch bitte!“ „Ach, es ist nur so, ich will nicht, dass du wieder gehst!“ Er sieht mich liebevoll an und küsst mich dann zärtlich. „Ich bin doch bald wieder da, versprochen!“ Der Abend vergeht viel zu schnell, Bill tanzt mit mir und dann ist der Zeitpunkt des Abschieds gekommen. Lisa und ich heulen, das sind unsere besten Freunde und Bill ist mein Freund! Bill küsst mich ein letztes Mal und dann fahren sie davon. Lisa und ich halten uns eng umschlungen, heulen und fragen uns, wann wir „unsere“ Jungs wohl wieder sehen werden.

6. Kapitel
„Komm, Amy, lass uns gehen!“ Sie zieht mich zur Bushalte. „Lass den kopf nicht hängen, wir sehen sie doch bestimmt bald wieder!“ „Und was wenn nicht?“ Mir laufen die Tränen über die Wangen und ich bin untröstlich. Sie zuckt mit den Schultern, schaut mich traurig an. Wir steigen in den Bus ein und schweigen uns an. Ich kann nichts sagen, es gibt nichts mehr zu sagen, ich will nur noch zu Bill. „Hey Schatz, was ist denn los??“ Ich schlucke und erkenne Mama durch meinen dichten Tränenschleier. Sie umarmt mich, doch ich reiße mich los und stürme in mein Zimmer. „Lass mich!“ „Aber-„ Ich unterbreche sie, indem ich meine Tür zuknalle. Warum ist das Leben so unfair??? Ich bin so traurig, vermisse ihn jetzt schon total. Um mich abzulenken, schalte ich meinen TV an. Auf VIVA läuft eine Sendung über verrückte Fans. Was die nicht alles machen, um ihre Lieblinge zu treffen, richtig krank ist das, Gott sei Dank, ist die Sendung jetzt vorbei, was kommt jetzt? Oh no! Ein Featuring über TH! Ich starre wie gebannt auf den Fernseher. Da sind sie. Jetzt ist ne Großaufnahme von Bill, wie er grinst, wie kann er grinsen, während ich hier wegen ihm heule? Ich schnappe mir mein Handy und wähle Bills Nummer. Niemand geht dran. Nur seine Mailbox „Hallo, hier ist die Mailbox von Leopoldo Katebush, wenn sie eine“, ich lege auf. Diesen Namen hatten wir uns zusammen ausgedacht, was mich noch verzweifelter macht. Ich weiß, wohin ich will: Natürlich zu Bill, doch wenn das nicht geht...dann gibt´s nur einen anderen Weg...ich klettere aus meinem Fenster und laufe durch den Garten auf die Straße. Dann renne ich durch n Wald und bin bald am Ziel angekommen: die Brücke.
Ich stelle mich an ihren Rand und schaue verzweifelt ins Wasser. Entschlossen steige ich über das Geländer, schließe die Augen und lasse mich fallen...


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